Italien Tour: Tag 1

Verdammt, fast einen Monat ist das jetzt schon her…so spät war ich auch noch nie dran mit den Einträgen. Aufgrund technischer Schwierigkeiten war es aber leider erst jetzt möglich. Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt habe ich zusammen mit Urbex Tyrol ein paar Tage in Italien verbracht und eine Menge Locations besucht. Ich werde jetzt die Einträge nach und nach posten, mit den Locations der jeweiligen Tage. Zusätzlich verlinke ich drunter die passenden Videos von den Kollegen. 😉 Los geht’s mit Tag 1. Noch weit vor Sonnenaufgang fuhren wir Richtung Süden. Direkt zur ersten Location.

Villa Green

Macht ihrem Namen alle Ehre. Komplett verwachsen mitten im Nirgendwo steht dieses wunderbare Stück, der alte Glanz lässt sich nur erahnen. Das Dach und die Böden sind lange Geschichte, die Natur versucht die Villa wortwörtlich zu be- und durchwachsen. Der Anblick ist gewaltig und sorgt für so manch kuriose Formen. Trotzdem konnte man im ein oder anderen Winkel noch kleine Bruchstücke der Vergangenheit finden.

Die Ruinenvilla

Eine weitere Villa irgendwo mitten in der Pampa. 😉

Manicomio Finito

Die mit Abstand krasseste Location des Tages. Ich habe mal behauptet, ich werde niemals in eine verlassene Irrenanstalt gehen. Es gibt aber scheinbar immer ein erstes Mal 😛 Diese Einrichtung hat für den ein oder anderen Schockmoment gesorgt (und ich wage zu behaupten das ich nicht sehr schreckhaft bin). Aber zuerst zu den Fakten: Der Komplex steht erstaunlicherweise mitten in einem belebten Ort, natürlich nicht ohne „Schutz für die Außenwelt“. Rundherum erstreckt sich eine gewaltige, dicke Mauer, darin ein Garten und natürlich die Anstalt selber. Heute befindet sich auf einem kleinen Teil des Geländes scheinbar eine Art Werkstatt der Lebenshilfe, wenn man daran denkt, was früher hinter diesen Maurern abgelaufen sein könnte etwas…deplatziert. Der Komplex selber ist riesig. Unten befinden sich diverse Hallen und die Innenhöfe, 4 an der Zahl und eine Kapelle. Scheinbar hat man zeitweise versucht, hier auch ein Museum oder eine Ausstellung zu gestalten, an den Wänden gibt es diverse Holztafeln mit Text. Die oberen Stockwerke sind ein Labyrinth aus Büros, Krankenzimmern, Speisesälen Zellen und kleinen Gängen. Die teilweise recht dunklen Korridore gaben dem Ort einen besonderen Charme und sorgten für eine gewaltige Atmosphäre, wie nicht zuletzt auch die heimischen Tauben. Nicht nur einmal versetzten uns diese Viecher durch plötzlich panisches Flattern den ein oder anderen Schock, andere wurden aber selbst zum Opfer der anderen, gefährlicheren Bewohner.  Mit jedem Stock wurde deutlich, dass hier nicht zimperlich mit den Patienten umgegangen wurde. So mussten die Patienten ihre Kleidung abgeben, diese wurde gegen Anstaltskittel und weiße Schuhe getauscht. Im Dachboden fanden sich verstreut die alten Kleider in Säcken, die Knöpfe abgetrennt. Die Zwischenstücke des Treppengeländers waren mit eisernen Stäben versehen, damit niemand auf die Idee kam, sich hinabzustürzen. Auch fanden sich Einzelzellen. Wie im Film, Die Türen nur mit einem kleinen Sichtschlitz versehen, eine kleine Lichtquelle in der Ecke…wobei Ecken gab es nicht wirklich, diese waren abgerundet. Das perfekte Setting für einen weiteren 08/15 Horrorstreifen. Auf dem Rückweg stolperten wir dann in das Treppenhaus für die Mitarbeiter (natürlich abgetrennt vom Rest), dort fanden sich zuletzt noch ein Röntgengerät und die passenden Bilder dazu. Es bleibt nur zu erahnen, was einst hinter diesen Mauern los war. Ich wünschte ich könnte die Spannung dort besser beschreiben, man muss es erlebt haben, für mich definitiv ein Highlight unter all meinen bisher besuchten Orten.

(Spoiler: Bild einer zerfetzten Taube dazwischen)

Casa A.

Und zuletzt noch ein kleines Häuschen mit jeder Menge kleinen Relikten und einer eigenen Kapelle. Das Häuschen bildete wohl einst den Mittelpunkt des kleines Weilers, in dem es steht.

Und hier noch das Video zum ersten Tag und eines zur Psychiatrie 🙂

Bis zum nächsten Mal 😉

11 Gedanken zu “Italien Tour: Tag 1

  1. Pingback: Italien Tour: Tag 2 | Urban Roach

  2. Sehr sehr coole Fotos. Mir war bisher gar nicht so bewusst, dass es solche verlassenen Ruinen vor allem mit den ganzen Möbeln und Co. scheinbar wirklich noch zahlreich gibt.

    Danke, dass du uns auf diese Fotoreise mitgenommen hast.

    Besten Gruß
    Henrik von Fernweh-Koch

    Gefällt 1 Person

    • Danke Claudia. Urbex ist die Abkürzung für „Urban Exploration“ also das Erkunden, Fotografieren und Dokumentieren von verlassenen Orten. Die Orte finden wir entweder durch Zufall oder mit ganz viel Recherche 😉 Wenn es dich genauer interessiert kannst du dich hier gerne noch etwas umschauen! 😀

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